Prognosen, Planung und Beratung zum technischen Umweltschutz

Emissions- und Immissionsprognosen

  • Ausbreitungsberechnungen von Schadstoffen (auch bei Störfällen), u.a. für Ammoniak, NH4, Kohlenwasserstoffe
  • Immissionsgutachten und -prognosen, u.a. zu Geruch, Stäuben, Endotoxinen und Keimen
  • Emissionserklärungen
  • Emissionskataster/Emissionsprognosen
  • Schornsteinmindesthöhenberechnung
Staub

Grundlage der Bewertung und Prognose von Staubemissionen ist die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) sowie fachlich heranzuziehende VDI-Richtlinien.

Die TA Luft dient dem Schutz und der Vorsorge der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen. Grundsatz ist es, dass nach dem Stand der Technik vermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen auf ein Mindestmaß zu beschränken sind. Die Pflichten der Anlagenbetreiber ergibt sich aus § 5 Abs. 1 Nr.1 und 2 des BImSchG, wonach genehmigungsbedürftige Anlage so zu errichten und zu betreiben sind, dass

  • schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit und für die Nachbarschaft hervorgerufen werden können und
  • Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen getroffen wird, insbesondere durch die dem Stand der Technik entsprechenden Maßnahmen.

Mit der Beurteilung der Staubemissionen und der Prognose der Immissionssituation wird untersucht:

  1. in welchem Maße mit den gegenwärtig bestehenden Anlagen und Ausrüstungen die Anforderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes und der TA-Luft erfüllt werden,
  2. in welchem Maße sich die Emissions- und Immissionssituation durch die geplanten Änderungen verändern,
  3. inwieweit die Immissionssituation zu einer erheblich nachteiligen Beeinträchtigung für die Schutzgüter führt, oder führen kann,
  4. welche weiteren Maßnahmen des Schutzes und der Vorsorge zur Sicherung der Anforderungen nach § 5 des Bundesimmissionsschutzgesetzes erforderlich sind.
Lärm

Die Grundlage der Beurteilung von Geräschemissionen und deren Wirkung ist die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm), sowie ergänzende DIN- und VDI-Richtlinien.

Bei der Erstellung von Prognosen in diesem Bereich arbeiten wir in der Regel mit kompetenten Fachplanern und Gutachtern zusammen. Damit erfolgt die Koordinierung bei komplexen Projekten ebenfalls durch unser Büro.

 

 

Geruch

Die Grundlage der Beurteilung der Geruchsimmissionen sind die Jahresstunden, in denen am Untersuchungsstandort Geruchseinwirkungen erwartet werden. Diese sind in einer Ausbreitungsrechnung zu ermitteln und mit den Richtwerten der GIRL (Geruchs-Immissionsrichtlinie) zu vergleichen. Für eine standortbezogene Sonderbeurteilung der, von der geplanten Anlage ausgehenden Emissionen und der daraus resultierenden Immissionen, können wir folgendes leisten:

  • Durchführung von Ausbreitungsberechnungen unter Berücksichtigung der meterologischen Daten am Standort
  • Auswertung der Berechnungen auf der Basis zulässiger Immissionswerte für das Beurteilungsbebiet
  • Beratungdes Auftraggebers zu möglichen emissionsmindernden Maßnahmen über den Stand der Technik hinaus
  • Erstellung eines Gutachtens zu den Emissionen und der zu erwartenden Immissionssituation
Ammoniak und andere Schadgase

Grundlage der Bewertung und Prognose von Schadgasemissionen ist die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft), fachlich heranzuziehende VDI-Richtlinien, sowie behördliche Vorgaben.

Insbesondere bei Betrieben der Tierhaltung hat die Prognose von Ammoniak und Gesamtstickstoff in der Vergangenheit einen hohen Stellenwert erhalten. Die Grundlage der Beurteilung möglicher nachteiliger Auswirkungen an den nächstgelegenen Biotopen bzw. FFH-Lebensraumtypen sind die Ammoniakimmissionen und die Stickstoffdepositionen. Hierfür werden folgende Schritte abgearbeitet:

  • Erfassung, Darstellung und Bewertung der relevanten Emissionsquellen
  • Durchführung einer Abstandsbewertung nach Anhang 1 der TA Luft 2002
  • Durchführung einer Ausbreitungsberechnung unter Berücksichtigungder meterologischen Daten am Standort
  • Auswertung der Berechnungen auf der Grundlage zulässiger Immissionswerte nach TA Luft 2002 bzw. LAI-Arbeitspapier „Ermittlung und Bewertung von Stickstoffeinträgen“ und regional- und ökosystemspezifischen Critical Load-Werten
  • Beratung des Auftraggebers zu möglichen emissionsmindernden Maßnahmen über den Stand der Technik hinaus
  • Erstellung eines Gutachtens zu den Emissionen und der zu erwartenden Immissionssituation

 

 

Störfallausbreitung

Störfall-Prognose für die Ausbreitung gefährlicher Stoffe

Wird im Rahmen der technischen und genehmigungsrechtlichen Begutachtung von Anlagen / Betriebsbereichen eine Einschätzung der Gefahrensituation gefordert, ist i.d.R. eine Abschätzung von Gefahrenszenarien sowie eine Prognose von Stoffausbreitungen notwendig.

Die Grundlage der Beurteilung ist die mögliche Gesamtmenge an gefährlichen Stoffen, welche durch ein Schadensszenario freigesetzt werden können. Als Schadensszenario wird dabei ein realistisches Ereignis Dennoch-Szenario (KAS-18-Leitfaden) angesetzt.

Für eine standortbezogene Beurteilung der von der Anlage / Betriebsbereich ausgehenden Störfallsausbreitungen und der daraus resultierenden Gefährdungen in der Umgebung sind folgende Arbeitsschritte notwendig:

  • Ermittlung der Prozessparameter des Schadenseintritts,
  • Durchführung einer Ausbreitungsberechnung als Dennoch-Szenario,
  • Auswertung der Berechnungen und Vorlage eines Gutachtens mit standortbezogenen Aussagen.